Donnerstag, 5. März 2015

Bonjour

... und will­kom­men! Als Dol­met­scher­in und Über­setz­er­in mit Schwer­punkt Wirt­schaft, Po­li­tik und Film kön­nen Sie mich bu­chen. Auf den nächsten Sei­ten be­schrei­be ich (meistens ver­all­ge­mei­nert) ty­pi­sche Mo­men­te aus dem Be­rufs­all­tag.

Caroline Elias, +49(0)172 499 8902
Derzeit am besten mobil erreichbar!
Ich biete an:
— bilaterales DOLMETSCHEN DE ⇆ FR und aus dem Englischen mit den Schwerpunkten Poli­tik, Medien, Wirtschaft und Handel, Luxusgüter, Bildung und Soziales, EU-Se­mi­na­re, Kino-, Film- und Kul­tur­­wirt­­schaft, deutsch-französische Be­zie­hun­gen und Lan­des­kun­de, (In­nen-)Ar­chi­tek­­tur und Ur­ba­nis­mus, Li­te­ra­tur, Ge­schich­te Berlins und der DDR, Afrika (Wirt­schaft und Soziales)
ÜBERSETZEN ins Deutsche, z.B. Dreh­buch, Förderantrag, Katalog, Korrespondenz
— bei Konferenz, Filmdreh, Verhandlung usw.
— für Politiker (*), Wissenschaftler, Fir­men- und Pri­vat­kun­den, Filmmitarbeiter usw.
ZUSAMMENSTELLUNG von Teams

Ich berate persönlich per Telefon oder Mail, denn jede Anfrage ist anders, jedes Thema besonders, kurz: Ihre Gäste und Kunden haben den besten Service verdient und kein Angebot von der Stange, das in Asien genäht (bzw. vom Sprachmakler, das an den/die Billigsten vertickt) wird.

Außerdem bin ich versiert in den Bereichen:

— Synchronbücher für Dokumentarfilm, Untertitel, Übertitel (Theater)
— Audio­des­krip­tion für Sehbehinderte bzw. Untertitel für Hör­­geschädigt­e, Er­stel­lung und Lek­to­rat, in Zusammenarbeit mit einer langjährigen Regieassistentin
 — Texten, Rewriting und Recherche (Themen auf Anfrage). Als Autorin/Koautorin war ich bislang namentlich an vier Büchern beteiligt.


Hier, zu welchen Inhalten ich 2014 aktiv war plus einige Referenzen.
Gerne erstelle ich ein kostenfreies Angebot! Über caroline[at]adazylla.de und mobil können Sie mich erreichen. Unabhängige Dolmetscher, keine Makler oder Agentur! Interprète indépenante, pas d'agence  ! Berlin, Französisch, Deutsch, Simultandolmetschen, Konferenz, VIPs, Untertitel, Begleitdolmetschen, simultan, synchron, konsekutiv, Beratung, conférence, français, allemand, Hambourg, Cologne, Munich, Paris. 
(*) und selbstverständlich jeweils auch die -innen!
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Foto: Friederike Elias

Samstag, 28. Februar 2015

Audio Lingua

Ob ge­plant oder zu­fäl­lig: Sie le­sen hier ei­ne Sei­te mei­nes di­gi­ta­len Ar­beits­ta­ge­buchs. Als Dolmetscherin und Übersetzerin notiere ich, was mir in unserer heu­ti­gen Welt auffällt, und ich schreibe übers Sprachenlernen.

Zum Sprachenlernen ideal: Mit Muttersprachlern sprechen. Sind keine verfügbar, hilft das Radio des jeweiligen Landes weiter, das heute, Internet sei dank, von überall her gehört werden kann. Was aber, wenn die Hörfunksendungen noch zu schwer sind?

Audiodateien von Muttersprachlern, nach Lernniveau sortiert, bietet "Audio Lin­gua" gratis zum Abhören und zum Herunterladen an. Zehn Sprachen werden an­ge­bo­ten. Eine gute Idee, wie ich finde, daher ist die Seite mein "Link der Woche".


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Foto: Audio Lingua

Donnerstag, 26. Februar 2015

Vite, ta mine !

Hallo! Sie lesen hier im Arbeitstagebuch einer Dolmetscherin und Übersetzerin für die französische Sprache, die in den Bereichen Politik, Wirtschaft, Kultur und Bildung tätig ist.

Organgefarbener Inhalt auf schwarzem Granit
Eine Batterie Orangensaftgläser
Schnell einige Vitamine, auf Französisch la vitamine, fast gleichlautend mit der Über­schrift! Darf's etwas mehr sein? Derzeit schon! Die Win­ter­grip­pe ver­misch­te sich in ihren letzten Ausläufern bei vielen von uns mit dem Ber­li­na­le­vi­rus. Damit meine ich jetzt nicht je­nen Ba­zil­lus, des­sen Kur im Be­trach­ten mög­lichst vieler Fil­me be­steht.

In der Zeit der Rekonvaleszenz pausiert dieser Blog ein wenig. Anfragen für Dol­metsch­ein­sätze werden weiterhin regelmäßig entgegengenommen, das Büro ist täglich kurz besetzt.

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Foto: Peter Panorama Pictures

Freitag, 20. Februar 2015

Ausdrücklich marktfähig

Hallo! Geplant oder zufällig, Sie sind hier auf den Seiten meines digitalen Ar­beits­ta­ge­buchs gelandet. Hier denke ich über Spracharbeit nach.

Auf dem Wochenmarkt bei uns in der Straße wird DAF gepflegt, Deutsch als Fremd­spra­che: "Vier Punkt zwei Euro kostet das!" lautet eine Preisauskunft, wäh­rend vom an­de­ren Ende der Reihe laut einer "Angeburt, Angeburt!" ruft.

Diesen Markt und seine sprachlichen Eigenheiten beobachte ich schon lange. Es wird nie langweilig.

Champignon oder Champion?
Den Apfel GRANNY SIMITIS mag ich ebenso gerne wie die Auf­for­derung ESST KAT­SA­NIEN. An einem Stand werden Pilze feilgeboten, über denen das Schild SHAMPION thront. Ich grinse, greife zum Foto­ap­pa­rat, die Verkäuferin sieht ge­na­uer hin, was mir da auf­ge­fal­len ist, schüttelt den Kopf und legt das Schild kom­men­tar­los auf die Äpfel zwei Körbe weiter.

Das will mir trotzdem nicht gleich einleuchten, der Kopf rödelt. "Sind das die Preis­trä­ger­äpfel der letztjährigen Ernte?" frage ich vorsichtig. Der Frau leuchtet leider die Pointe nicht ein.

Zu Hause schlaut mich Dr. Gargoyle auf. Shampion sei ein Herbstapfel und werde seit 1960 als Kreuzung aus Golden Delicious und Cox Orange produziert, weiß Wi­ki­pe­dia. Die Sorte stamme aus Tschechien. Hm, ist das jetzt ein historischer tsche­chisch­ty­pi­scher Fehler im Englischen?

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Foto: C.E.

Mittwoch, 18. Februar 2015

Traumnotizen

Bonjour, bienvenue, welcome ...! Was mich als Dolmetscherin und Übersetzerin so umtreibt, lesen Sie hier. Der Arbeitsalltag verändert auch die nicht aktiven Mo­men­te des Tages und der Nacht.

Im Traum. Ich mache Notizen zu einer Rede, die gehalten wird. Wir befinden uns auf einem festlichen Abendessen, mich hat das Ansinnen der Rednerin kalt er­wischt, denn eigentlich bin ich privat dort. Die Rednerin sieht mich schreiben und erbittet, kaum dass sie ausgeredet hat, das Grund­kon­zept ihrer Aus­füh­run­gen.

Beispiel für unsere Kürzel
Ich hatte es auf die linke Pa­pier­sei­te geschrieben, rechts meine Vokabelnotizen. Zuvor gebe ich aber die Rede in ei­ner anderen Sprache wie­der. Ich fixiere die Zeichen, lese, spreche flüssig. Beim Zer­rei­ßen des Blattes fällt mir auf, wie akkurat die Reißlinie ist. Ich denke, dass ich mir zu­hau­se die Vokabeln gleich in meine Lexik einpflegen wer­de. Ich schaue genauer hin, frage mich jetzt erst, um wel­che Sprachen es eigentlich geht.

Über allem schwebt das beruhigende Gefühl, durch das Aufschreiben das We­sent­li­che gesichert zu haben. Dann wache ich auf. 

Im Büro geht es weiter mit Paris unter den deutschen Besatzern, zwischendurch schmökere ich nochmal in einem von uns im Team übersetzten Drehbuch, das auf der Berlinale als fertiger Film endlich in Augenschein genommen werden konnte. Immer wieder spannend, wie sich Stoffe entwickeln, was durchs Spiel der Schau­spie­ler bzw. die Entscheidungen der Regie hinzukommt (viel!) und wo ich nicht mit der Umsetzung ein­ver­stan­den bin (wenige Stellen, aber vorhanden).

Und dann darf ich neben dem allgemeinen Rechnungswesen auch noch Kollegen in einer anderen Sprache als meinen Arbeitssprachen finden. Zum Glück gibt es das Netzwerk, über das wir uns aus eigener |Anschauung| Anhörung gegenseitig em­pfeh­len. Ach ja, und es fiel der Satz: "Geld spielt keine Rolle." Traumhaft.

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Foto: C.E. (Archiv)

Dienstag, 17. Februar 2015

POV VI: Vorbereitungen

Willkommen et bienvenue beim Arbeitstagebuch einer Französischdolmetscherin und -übersetzerin aus dem Inneren der Dolmetscherkabine. Meine Arbeitssprachen sind Deutsch, Französisch und (passiv) Englisch. Heute wieder: die rasch erzählte Subjektive (Point of view).

Hände im Februarlicht
In Berlin ist es nachts um null Grad, tags Spaziergehwetter im zweistelligen Bereich. Wenn nur die Spätfolgen der Berlinale nicht wären! Re­gis­seu­rin­nen (*) aller Länder, trefft Euch am Potsdamer Platz, lautet jeden Februar die Parole. Viren und Bak­te­ri­en treffen sich da auch. In der Folge ist vieles leicht ver­lang­samt.

Sogar die Finger sind erst noch nicht wieder so schnell, wie sie vor dem Festival waren. Mein Hinterkopf wundert sich, wie sie wieder ins blinde Tippen gelangen, das berühmte Neun-Finger-Blindsystem. Denn die Vorbereitungen der nächsten Wo­chen müssen laufen: Die Fragen der französischen Kollaboration in Paris be­schäf­ti­gen mich ebenso wie die Drehbarkeit mancher Motive, die Beschaffung und die Rech­te­la­ge historischer Fotos. Hinzu kommen einige Kostenvoranschläge und Buch­be­stel­lun­gen. Und meine Danksagungen für den einen und den anderen Ber­li­na­le­empfang |müsssen| dürfen auch noch zur Post.

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Foto: © 2015 Peter Panorama Pictures
(*) und natürlich auch die Regisseure  

Montag, 16. Februar 2015

Berlinalegeflüster, müde

Bonjour, gu­ten Tag! Sie lesen auf den Seiten des ersten Blogs Deutschland aus dem Inneren der Dolmetscherkabine. Es gibt Tage, da spielt die Musik woanders ...

Nach der Berlinale dominiert die Müdigkeit, dieses Mal durch den Berlinale-Grip­pe­vi­rus verstärkt. Meine Berichterstattung war dieses Jahr ob der komplett |un­ge­plant| unplanbar verlaufenen Festspiele nicht nur schleppend, sondern geriet völ­lig ins Stocken. Die nächsten Tage werde ich das nachtragen — zwischen den ein­zel­nen Schlaf­pha­sen.


Beispiele für Dolmetscherträume: "Fraktur" und "keine Rolle".

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Illustration: C.E. (von 2012)

Freitag, 6. Februar 2015

Berlinalegeflüster, eilig

Hallo und will­kommen auf den Sei­ten des di­gi­ta­len Ar­beits­ta­ge­buchs einer Dol­met­scherin mit den Fachgebieten Politik, Wirtschaft, Kultur und Kino. Derzeit bin ich mit einem Bein auf der Berlinale und habe auch noch Kapazitäten frei.

Blick aus dem Festivalpalast auf den roten Teppich
POV Dolmetscherin auf roten Teppich
Berlinale mit neuem Spielort Küche, die Zwote. Das Gute zuerst: Wir Dolmetscher können vorab jetzt immer unsere Ar­beits­fil­me sehen. Nun in Moll: Nur selten sehen wir sie im Kino, sondern als Streaming im Büro oder zu Hause. Dazu gibt es feste Sichtungstage, dabei darf darf das Brow­ser­fenster nicht schließen und neu an­fan­gen wollen, sonst ist der Film perdü.

Das Programm darf auch nicht abstürzen. Denn wenn ich nach 18.00 Uhr sichte (ab dann ist der |Betreuer| Com­pu­ter­nerd in der PR-Agentur nicht mehr er­reich­bar), kriege ich das Filmende erst am Folgetag zu Gesicht. Also kein Ausstieg bitte, lieber Rechner, denn der Film ist für den Abend.

Die Honorarverhandlungen gestalten sich heuer manchmal als bizarre bizarre, vous avez dit bizarre! An diese Replik aus Drôle de Drame von Marcel Carné muss ich denken bei dem, was ich (mich sagen) höre. Komisch also.

Ein Kunde splittet Interviews und Sichtung in drei Phasen auf. 1. Tag: Sichtung in einer Marktvorführung, anschließend 20 bis 30 Minuten Kurzinterview. 2. Tag: Zwei Interviews fürs TV von je 30 Minuten. 3. Tag (oder 2. Tag abends): Drei Runden press junkets, also Gruppeninterviews. Für die ganze Luzie möchte er 250 Euro springen lassen. Inklusive An- und Abreisen, etwas Zeitpuffer vorneweg und Sehen eines früheren Films des filmkünstlerisch tätigen Menschen kämen wir da auf 42,43 Euro die Stunde. Zuerst hat mich aber erstmal der Zeitaufwand geschockt.

Schon 2014: Kitchen Films
Was für ein Gerenne! Aber es könnte passen, trotz aller Eiligkeit. Ich nenne unsere normalen Preise und die Gründe dafür. Wir verhandeln wie die Besenbinder. Dann glaube ich, mich verhört zu haben: "Ja, dann heiraten Sie doch reich!", lässt der Anrufer fallen. Zum Glück bin ich spontan: "Sind Sie eigentlich noch zu haben?" Es entsteht eine peinliche Pause.

Sie dauert verdammt lang an. Dann erschallt befreiendes Lachen, dem Anrufer wird die Absurdität seiner Bemerkung bewusst. Wir einigen uns auf einen Preis, der sich für beide Seiten gut anfühlt.

Verhandeln gehört zum Geschäft. Notiz an mich: Das war jetzt eine Filmszene. Aber von keinem guten Film.

Hier noch bizarre, bizarre, weil's immer wieder schön ist!

                 
           Louis Jouvets Worte haben Sprichwortcharakter in Frankreich


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Fotos: C.E.