Donnerstag, 24. Juli 2014

Bonjour

... und willkommen! Hier finden Sie (ohne Nennung von Betriebsgeheimnissen) kleine Ein­­blicke in mei­nen All­­tag — und können mehr über Sprachberufe erfahren.

Ich biete an:
C. Elias, +49 (0) 172 499 8902
— bilaterales DOLMETSCHEN DE ⇆ FR und aus dem Englischen mit den Schwerpunkten Poli­tik, Soziales, Wirtschaft, Luxusgüter, Medien, Kino, Film- und Kul­tur­­wirt­­schaft, Aus- und Fortbildung, deutsch-französische Be­zie­hun­gen und Landeskunde, (In­nen-)Ar­chi­tek­­tur und Ur­ba­nis­mus, Literatur, Ge­schich­te Berlins und der DDR, Afrika (Wirt­schaft und Soziales)
ÜBERSETZEN ins Deutsche, z.B. Dreh­buch, Förderantrag, Katalog, Korrespondenz
— bei Konferenz, Filmdreh, Verhandlung usw.
— für Politiker (*), Wissenschaftler, Fir­men- und Pri­vat­kun­den, Filmmitarbeiter usw.

und andere zielgerichtete Kommunikation mit interkulturellem Bezug:

— Untertitel, Übertitel (Theater), Schreiben von Sprecherkabinentexten
— Erstellen und Lektorat von Audio­des­krip­tion­en sowie von Untertiteln für Hör­­geschädigte (in Zusammenarbeit mit einer langjährigen Regieassistentin)
 — Texten, Rewriting und Recherche auf Anfrage. Als Autorin/Koautorin war ich bislang namentlich an drei Büchern beteiligt.


Hier, zu welchen Inhalten ich 2013 aktiv war plus einige Referenzen.
Gerne erstelle ich ein kostenfreies Angebot! Auch unter caroline[at]adazylla.de können Sie mich erreichen. Unabhängige Dolmetscher, keine Makler oder Agentur! Interprète indépenante, pas d'agence  ! Berlin, Französisch, Deutsch, Simultandolmetschen, Konferenz, VIPs, Untertitel, Begleitdolmetschen, simultan, synchron, konsekutiv, Beratung, conférence, français, allemand, Hambourg, Cologne, Munich, Paris. 
(*) und selbstverständlich jeweils auch die -innen!
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Foto: Friederike Elias

Dienstag, 22. Juli 2014

Museum der Wörter 7

Hallo, hier bloggt eine Spracharbeiterin. Ab und zu erinnere ich an Begriffe, die wir den jüngeren Generationen erklären müssen. Aus aktuellem Anlass gehen wir ins Lebensmittelgeschäft.
            
          K
olonialwarenladen, Gurkenfass, Muckefuck.

   

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Idee: H.F.

Montag, 21. Juli 2014

Serendipity

Hello, bonjour, guten Tag ... hier bloggt eine Dolmetscherin und Übersetzerin.  

Heute trifft in meinem Büro eine ganze Armee Weihnachtsmänner auf eine Bat­te­rie Mähdrescher, in den Eiskristallen spiegelt sich das erntereife Korn und die Schneemänner messen sich in der Größe mit Rotoren und Gummikettenreifen.

Das ist diese Art merkwürdiger Zufälle, wie sie in den Arbeitszimmern von Über­setzern und Dolmetschern auftreten. Ich werde durch ihn schlagartig in die ak­tu­el­le Jahreszeit zurückgeworfen und sage nur: serendipity. Ein schönes, englisches Wort, für das es kaum eine Übersetzung gibt. Ich wüsste jedenfalls keine, und vor lauter Verzweiflung, ähhh, Verzauberung für das, wofür das Wort steht, sagen die Franzosen jetzt auch sérendipité oder so, hier gibt's das auch auf Deutsch: Se­ren­di­pi­tät. Einfach nur eingedeutscht und |frisiert| französisiert fehlt mir bei den Worten etwas, was beim Original mitgeschwungen hat. Es klingt nicht gut.

Das Wort bezeichnet den Zufall, der eine Entdeckung auslöst. Während man das eine sucht, zeigt sich das Unerwartete. Wir halten kurz inne, eine Gedenk­mi­nu­te für Christoph Columbus.

Und während ich Webseitentexte freigebe, mit denen Weihnachtskram verkauft werden soll, mein Auftrag der letzten Woche, und ich schon völlig im neuen Stoff versinke und das Stroh unter den Füßen zu spüren glaube, wird mir schlag­ar­tig bewusst: Endlich stecke ich thematisch nicht mehr im Winter. Ouf! Hat ja auch gar nicht zum Hochsommer gepasst.

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Foto: wird nachgeliefert

Sonntag, 20. Juli 2014

Sommerbüro

Hallo, beabsichtigt oder zufällig sind Sie mitten im Arbeitstagebuch einer Kon­fe­renz­dol­met­scherin und Übersetzerin gelandet. Hier denke ich über unseren viel­fäl­ti­gen Beruf nach. Es ist Sonntag, Zeit also fürs Sonntagsbild.  

Das Bild zur Woche stammt dieses Mal nicht aus meinem Fotoapparat, sondern vom Bundesarchiv. Vielen Dank für diese Freigabe via Wikicommons!

Eine Frau, die eine Badekappe und einen Badeanzug trägt, sitzt auf einem Klappstuhl und tippt in eine alte Maschine, die vor ihr auf einem Klappstuhl steht. Dabei sitzt sie bis zum Bauch im Wasser eines großen Beckens oder Kanals.
Fotograf: unbekannt / 1926
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Foto: Bundesarchiv, Bild 102-08112 / CC-BY-SA
(bearbeitet durch C.E.)

Mittwoch, 16. Juli 2014

Landing page optimization (not)

Bonjour und willkommen auf dem ersten Blog Deutschlands aus dem Inneren der Dolmetscherkabine. Oder aber ich sitze im Büro oder auf dem angrenzenden Balkon, um über Sprache und meinen Berufsalltag nachzudenken.

Arbeitplatz der Adventsproduktetextschmiede
Nein, |liebe| unliebe Wer­be­treibende, Spam­mer, IT-Budenmitarbeiter oder sonstige Men­schen, ich tausche keine Banner (Wie jetzt, Banner? Die WM ist doch vorüber!), ich will auch nicht 24/24 optimieren und beim Thema Landing denke ich nur an die Bienen und daran, welche Blumen ich kaufen muss, damit die Bienen und Hum­meln auch was davon haben.

Was unsereiner an Mails so wahrnehmen muss, folgt gleich unten. Und wirklich wichtige Nachrichten, die Zusage eines Dolmetschkunden für Anfang September, erfahre ich dann eher zufällig, weil die Mail im Labyrinth des Weltweiten hän­gen­ge­blie­ben ist. Gnarz.
Achtung, Ihre Landing page muss dringend optimized werden! Bounce Rate Optimization ist sehr wichtig, damit die Absprünge nicht die Con­ver­sion killen. Wir empfehlen Eyecatcher in 3D und die In­te­gra­tion eines Response-Elements (z. B. Call-Back-Button), damit In­ter­acti­vi­ty die Seite attraktiv macht. Schaffen Sie Klarheit über Ihre Web Usa­bi­li­ty! Wir helfen, auf hohe Conventions zu optimieren. Wir sagen Ihnen auch, ob es möglicherweise ein Makeup oder Total relaunch sein muss. Sprechen Sie uns 24/24, 7/7 an.
Nee, und rund um die Uhr werde ich sowieso niemanden ansprechen, und schon gar keinen Dienstleister. Meine Gedanken kreisen auch nur von nine to five um die Übersetzung und Neubetextung von Adventsbedarf, das ist mein derzeitiger Auf­trag. Irgendwie ist mir abends nach so vielen Eiskristallen und Schneemännern immer nach Ab­küh­lung und ich riskiere den big splash in den See.

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Foto: C.E.

Dienstag, 15. Juli 2014

Alte Schreibmaschine

Welcome, bienvenue, hier bloggt eine Dolmetscherin und Übersetzerin über ihren Berufsalltag. Meine Sprachen sind Französisch (als Ausgangs- und Zielsprache) und Englisch (Ausgangssprache).

Meine Vorfahren waren Garnhändler. Sie reisten von ihrem Firmenstandort in West­sachsen aus viel durch Europa, sprachen mehrere Sprachen und be­sa­ßen wun­der­ba­re Arbeitsgeräte: Alte Füller, Löschwiegen, Papiersammler und andere Objekte, die heute Liebhabern alter Kontore die Herzen höherschlagen lassen.

Im alten Haus dieser Ahnen fanden sich zwei Schreibmaschinen an: Die Remington mit deutscher Tastatur als kleine, praktische Reiseschreibmaschine, sie ist jün­ger als das zweite Gerät und wird von der Tante noch regelmäßig benutzt, sowie die große, schwere Standmaschine, eine Continental, die im nahegelegenen Schönau bei Chemnitz hergestellt wurde.

Groß, schwer, elegant: Büroschreibmaschine
Irgendwann kam sie zu mir. Sie steht aus Dekorationsgründen im Büro auf einem Aktenschrank. Jetzt erhielt ich eine Übersetzungsanfrage, die eine recht aparte Bedingung be­in­hal­tet: Ich müsse die abzuliefernden Texte auf der Maschine schreiben. Arbeiten in Zeiten von Wirtschafts- und Po­li­tik­spi­o­na­ge ...

Eine liebe Kollegin fand für mich ein Ge­schäft, das zweieinhalb Kilometer von meiner Wohnung entfernt im Nach­bar­be­zirk liegt. Dort werden mich meine Wege also demnächst hinführen, damit das Gerät, das leicht klemmt, überholt wird. Ich freue mich auf das Arbeiten mit dem Museumsstück.

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Foto: Archiv

Montag, 14. Juli 2014

durchstechen

Willkommen auf den Seiten des ersten deutschen Weblogs aus dem Inneren der Dolmetscherkabine. Hier schreibe ich über unseren Berufsalltag oder denke über Begriffe nach, oft auch vom Übersetzerschreibtisch aus.

... sei ein "unmögliches Verhalten", dass das kritische Gutachten zur Doktorarbeit durchgestochen wurde. Annette Schwavan am 14. Oktober ...Jeden Tag höre und lese ich Nach­rich­ten. Das Thema Fuß­ball­ über­wie­gt wei­ter. Wann hört das auf? Politik ist so viel spannender! Nachmittags sagt eine Sprecherin "Schamps­eliseh", dortselbst paradiert zur Erinnerung an die fran­zö­si­sche Re­vo­lu­tion die Armee. Die Nach­rich­ten­auf­sa­ger­in hat offenbar nie die Sprache des NachbarnIm Gespräch mit Journalisten in der nordrhein-westfälischen Landesvertretung in Berlin ließ er am Donnerstagabend durchblicken, dass er auf eine neuerliche Kandidatur verzichtet. Zwar vereinbarte man Verschwiegenheit - doch die Information wurde schon in den frühen Morgenstunden durchgestochen. gelernt und kam leider nicht auf die gute Idee, ihre Aus­spra­­che zu hin­ter­fra­gen.
Konjunktiv II Futur II von durchstechen, KonjugationstabelleAn­de­re Be­grif­fe werden in den Medien auch un­ge­prüft über­nom­men. In letzter Zeit häuft sich die Redewendung "etwas durch­stechen". Mich befremdet der Ausdruck, seit ich ihn das erste Mal gehört habe. Er klingt mi­limi­tä­risch. Links Übungsmaterial für den Fall, dass wir es (gegen unseren Willen) wür­den benützen müssen.

Wer da gestern über die Felder marschiert ist (le champ — der Acker), habe ich mir schon angesehen, naja, auf dem Papier. Wer weiß, vielleicht kommt mal jemand in einer Rede drauf zu sprechen.

Aber darauf, mir jetzt für "durchstechen" eine französische Entsprechung mit derselben Konnotation auszudenken, habe ich keine Lust.


Die offizielle Bildergalerie des Elysée-Palasts hier: klick.
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Fotos: Medien- und Netzfunde

Sonntag, 13. Juli 2014

Ruhetag

Bonjour! Interessieren Sie sich für Dolmetschen und Übersetzen? Dann sind Sie hier auf meinen digitalen Tagebuchseiten richtig. Sonntags werde ich privat: Sonntagsbilder!

Fußball ist nicht mein Ding. Und für wen ich bin, wissen nur Eingeweihte. Mein heu­ti­ges Fo­to passt jedenfalls zum hohen Feiertag. Gesehen in der Ber­li­ner Friedelstraße, in der auch viele internationale Restaurants und Knei­pen sind.

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Foto: C.E.